Studie bestätigt: GNTM kann krank machen

Gestern saßen wieder tausende Girls vor dem Fenseher und haben mitgefiebert, welche Nachwuchs-Models Heidi Klum, Thomas Hayo und Michael Michalsky ins Finale von GNTM schicken (surprise, surprise: Statt der üblichen Top 3 treten 5 Mädels in der Final-Show nächste Woche auf Mallorca gegeneinander an – Taynara, Kim, Jasmin, Elena und Fata). Unter den Zuschauern wie immer besonders viele Teenies.
Dabei kann gerade für sie das Schauen von „Germany’s Next Topmodel“ gefährlich sein, wie eine aktuelle Studie jetzt zeigt.
GNTM kann Essstörungen fördern
Die Reality-TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ steht schon länger im Verdacht, besonders bei jungen Mädchen Essstörungen wenn nicht auszulösen, so doch zu begünstigen. Diese Annahme wird durch eine jetzt veröffentlichte Studie des „Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen“ (IZI) bestätigt.
Untersucht wurde, ob eine TV-Sendung wie GNTM tatsächlich bewirken kann, dass immer mehr junge Frauen unzufrieden sind mit dem eigenen Körper. Für die Untersuchung wurden Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 19 Jahren u. a. gefragt, ob sie sich zu dick fühlten und ob bzw. wie oft sie „Germany’s Next Topmodel“ anschauen.

Bild Kredit: günstige brautmutterkleider

Das erschreckende Ergebnis: Untergewichtige Mädchen, die GNTM schauen, haben fast fünfmal häufiger den Gedanken, zu dick zu sein, als untergewichtige Mädchen, die die TV-Sendung nie sehen. Tatsächlich aber waren 78 Prozent der befragten Jugendlichen laut BMI normalgewichtig.
Model-Mama Heidi Klum als Vorbild
Dass die Reality-TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ gerade bei jungen Frauen so beliebt ist, erklären die Studienleiter zum einen mit dem mangelnden TV-Alternativ-Angebot für Mädchen. Das Fernsehen stellt nur selten junge Frauen so in den Mittelpunkt, wie es GNTM macht.
Zum anderen hat die Sendung und vor allem Model-Mama Heidi Klum noch immer eine starke Vorbildfunktion für Mädchen.
Darum ist GNTM für junge Mädchen so gefährlich
Aber nicht etwa das Zeigen von extrem dünnen Frauen in „Germany’s Next Topmodel“ macht den Studienleitern zufolge die Sendung für junge Mädchen so gefährlich und kann eine Essstörung auslösen. Magersüchtigen geht es tatsächlich nur selten darum, dünn zu sein. Vielmehr stecken hinter der Krankheit Unsicherheiten und das Gefühl, bestimmten Dingen im Leben gegenüber machtlos zu sein. Über die Gewichtskontrolle versuchen Betroffene sich wieder etwas Macht zurückzuholen.
Den Wissenschaftlern zufolge seien vor allem junge pubertierende Mädchen in solchen Identitätskrisen nicht gefestigt genug, um die in GNTM vermittelten Werte und Botschaften kritisch zu hinterfragen. Stattdessen akzeptieren sie diese und versuchen, sich anzupassen. „In GNTM sind Erfolg und Anerkennung mit bedingungsloser Anpassung verbunden“, heißt es in dem Buch zur Studie „Warum seh’ ich nicht so aus?“, das jetzt frei im Netz zur Verfügung steht.
Und weiter: „Jede Anforderung, jedes Umstylen, jedes Casting, jede Challenge, jedes ‚Sich-von-Fremden-körperlich-gestalten-Lassen’ ist voller Begeisterung anzunehmen und es muss alles ‚für den Kunden’ bzw. Heidi Klum gegeben werden. Eigene Empfindungen wie Müdigkeit und Kälte oder Gefühle wie Scham, Ekel, Wut oder Angst müssen unterdrückt (…) werden.“
Die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zurückzustellen und sich stattdessen vollkommen an die Erwartungen des Kunden und der GNTM-Juroren anzupassen, um diese nicht zu enttäuschen – gerade bei jungen Mädchen in einer Identitätskrise, könne das eine psychosomatische Krankheit wie Magersucht begünstigen, so das Fazit der Studie.

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